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Flüchtlinge in Deutschland

Etwa 900.000 Menschen

Neben den ca. 7,3 Mio Ausländern leben in Deutschland weitere 900.000 Flüchtlinge, davon sind ein Großteil Muslime. Sie kommen aus den südlichen GUS-Republiken, aus Ostasien, dem Nahen und Mittleren Osten, aus Nord- und Schwarzafrika, sowie vom Balkan. So verschieden diese Menschen von ihrer Herkunft her sind, so auch in ihrer religiösen Prägung. Sie haben aus ganz unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen. In Deutschland werden sie meist in Sammelunterkünften mit vielen anderen Nationen untergebracht und leben manchmal mehrere Jahre auf engem Raum zusammen.

fluchtlinge-in-deutschland-cz-herborn-deDass diese Menschen hier sind, ist eine von Gott gegebene Chance, sie mit dem Evangelium zu erreichen. Da sie aus einer Beziehungskultur kommen, in der die Familie und das Zusammensein mit anderen sehr wichtig sind, kommen sie nicht immer leicht in unserer Gesellschaft zurecht. Viele fühlen sich isoliert und alleingelassen. Daher freuen sie sich sehr über einen Besuch und darüber, dass jemand Zeit hat und versucht, sie zu verstehen. Dadurch wird das Evangelium gleich anschaulich. Denn was sie in unserer westlichen Gesellschaft sehen, die sie für “christlich” halten, stößt sie eher ab. Das fängt bei Äußerlichkeiten wie Kleidungsfragen an, geht über das unmoralische Verhalten vieler Menschen und endet bei der Verspottung der Religion.
Dem fühlen sich viele Muslime überlegen. Um so wichtiger ist es, dass sie ein Christsein vorgelebt bekommen, das sich am Wort Gottes ausrichtet. Und dort, wo es Sprachschwierigkeiten gibt, kann das Wort Gottes mit Literatur, Kassetten, Kalendern und Videos in der jeweiligen Sprache weitergegeben werden. Und was die Gastfreundschaft anbetrifft, so haben wir von diesen Menschen manches zu lernen.

Bedingt durch ihre Vergangenheit – oft lassen sie einen Teil ihrer Familie zurück und machen sich nun große Sorgen – aber auch durch ihre ungewisse Zukunft finden die Menschen kaum zur Ruhe. Jemand sagte einmal: “Wir haben zwar keine Arbeit und haben viel Zeit, aber es schwirren uns 1.000 Sachen im Kopf herum, die uns ständig beschäftigen. Daher sind wir so ruhelos.” Gott kann aber in ihre Unrast hineinreden, auch wenn wir nicht sofort Resultate sehen.

Geistliche Heimat

Vor einiger Zeit kamen N. und S. nach Deutschland und erhielten gleich zu Beginn eine Bibel in ihrer Sprache. Obwohl beide als Muslime aufwuchsen, nahmen sie das Buch gerne an. S. berichtete, wie sie als junges Mädchen von ihrem Vater frühmorgens angehalten wurde, das Pflichtgebet zu verrichten. Da aber Arabisch nicht ihre Muttersprache ist und sie die Gebete nicht verstand, wollte sie lieber in ihrer Sprache beten. Der Vater machte jedoch sehr nachdrücklich klar, dass Arabisch die Sprache Gottes sei. So verrichtete S. ihre Gebete, um den Vater zufrieden zu stellen. Es muss daher für N. und S. etwas ganz Besonderes gewesen sein, als sie das Wort Gottes in ihrer eigenen Sprache lesen konnten. Sie wurden so angesprochen, dass sie fast wöchentlich eine größere Reise auf sich nahmen, um das Wort Gottes in ihrer Sprache hören zu können. Und dann vertrauten sie ihr Leben Jesus Christus an. Inzwischen haben sie eine geistliche Heimat in einer Gemeinde gefunden. Diese weitere Betreuung ist ganz wichtig.
AfA Südwest (Arbeitsgemeinschaft für Ausländer im südwestlichen Baden-Württemberg)

Gebetsanliegen

Dank sei Gott für die Möglichkeiten, Menschen aus so vielen Ländern mit dem Evangelium erreichen zu können und für Bibeln, Bibelteile, christliche Literatur, Kalender, Kassetten und Videos in ihren Sprachen. Möge Gott schenken, dass viele Menschen von seinem Wort ergriffen werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gott kann mehr Gemeinden ermutigen, sich an der “Weltmission vor der Haustür” zu beteiligen und Schulungsangebote anzunehmen, um zu lernen, auf Menschen aus anderen Kulturen zuzugehen. Dieses Erntefeld braucht Mitarbeiter, die bereit sind, Geduld, Weisheit, Liebe und Zeit zu investieren.

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Quelle: 30 Tage Gebet für die islamische Welt

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