Achtung vor dem Leben
Alles Leben kommt von Gott – Geburt und Tod stehen in seiner Hand: “Gott, vergib uns, wo wir das missachtet haben”. Wir bitten um neue Ehrfurcht vor dem Leben, insbesondere den Ungeborenen gegenüber. Und dass Senioren, die gar nichts mehr können, bis zuletzt menschenwürdig behandelt werden.

Jährlich sterben in Deutschland ca. 250-300.000 Kinder durch Abtreibung. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da die offizielle Statistik (gemeldet für 2002: 130.400 Abtreibungen) unvollständig ist. Wir schätzen, dass an jedem Werktag 1000 Babys im Mutterleib getötet werden. Ein dramatisches Geschehen, das nicht nur die Mütter, Väter, Verwandten und Freunde trifft. Auch Ärzte, medizinisches Personal und Berater sind beteiligt. Die Folgen sind untragbar für jeden Betroffenen und für unser ganzes Volk.
Die Gesellschaft kann nicht gesunden, wenn das Abtreibungsgeschehen nicht beendet wird und wirklich die Würde und das Lebensrecht eines jeden Menschen – egal ob jung oder alt, geboren oder noch im Mutterleib- respektiert wird. Für die vielen durch Abtreibung verwundeten und schuldbeladenen Menschen bitten wir, dass das Tabu gebrochen wird, über das Leid nach einer Abtreibung zu sprechen. Heilung ist möglich, aber nur durch die vergebende Liebe durch Jesus.
Wir brauchen politische Entscheidungen, die den Schutz von Kindern im Mutterleib, behinderten und alten Menschen gewährleisten und Familien fördern und stärken. Wir brauchen umfassende, liebevolle Hilfe für Schwangere in Not und von Abtreibung Betroffene.
Gebet
* Änderung der Einstellung der Bevölkerung: Anerkennung des Lebensrechtes jedes Menschen ab der Zeugung
* Änderung des § 218, Verbot der Abtreibung in jeder Phase der Schwangerschaft
* wirksame Hilfe für schwangere Frauen in schwierigen Lebenssituationen
Einige Zahlen
Gemeldete Abtreibungen im Bundesgebiet 2002: 130.378. Das sind 4600 Abtreibungen (3,4 %)weniger als 2001. Der größte Anteil der Schwangerschaftsabbrüche wurde in den ersten 13 Wochen der Schwangerschaft vorgenommen (128.338), aber es gab auch eine Reihe von Abbrüchen zwischen der 13. und 23. Woche (1861), sowie eine Anzahl von Spätabtreibungen nach der 23. Woche (188). Als Gründe wurden genant, medizinische (3271)und kriminologische Indikation (37), sowie Beratungsregelung (127079). Weit über die Hälfte aller abtreibenden Frauen(78446) hatten zuvor schon ein oder mehrere Kinder zur Welt gebracht.
Bundesweit betrachtet ist die Abtreibungsanzahl bei verheirateten und ledigen Frauen etwa gleich: 71 %. Die größte Gruppe der abtreibenden Frauen sind die 18-25 jährigen. Sprunghaft hat die Abtreibung bei Minderjährigen zugenommen, sie stieg von 2000 auf 2001 auf 24%.
[Quelle: Stat. Bundesamt 2001 und 2003. Anmerkung: Insgesamt kann man etwa von der doppelt so vielen Abtreibungen ausgehen, da nicht alle Schwangerschaftsabbrüche gemeldet werden.]
Quelle
Susanne Fritzsch, Beraterin bei KALEB e.V., Fehrbelliner Straße 99, 10119 Berlin, www.kaleb.de.


