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Ramadan

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30 Tage Gebet für die islamische Welt

Das Thema Islam ist hochaktuell geblieben und wirft viele Fragen, ja auch Ängste auf. Werden sich die Konflikte zwischen Ost und West, zwischen Muslimen und Nichtmuslimen friedlich lösen lassen? Wird sich der Islam radikalisieren oder humanisieren?

Mit diesem Gebetsheft „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ möchten wir nicht die politischen Ereignisse kommentieren, sondern Sie zur Fürbitte für 30 muslimische Volksgruppen, Städte und Länder einladen.

Die einzelnen Abschnitte des Heftes sind je einem Tag des 30tägigen islamischen Fastenmonats Ramadan zugeordnet. Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondjahres, das nur 354 Tage hat. Daher wandert der Ramadan im Vergleich zur westlichen Zeitrechnung jedes Jahr zehn bis elf Tage nach vorne. Der erste Tag des Fastenmonats ist zwar statistisch berechenbar, aber der Ramadan beginnt erst dann, wenn die islamischen Autoritäten eines Landes den Neumond gesichtet und den Anbruch des Fastenmonats ausgerufen haben. Daher können sich Anfang und Ende des Ramadan durchaus um einen oder zwei Tage verschieben oder in einigen Regionen der islamischen Welt zu unterschiedlichen Zeitpunkten festgesetzt werden.

Ramadan: Muslime glauben…

Muslime glauben, dass der Koran im Monat Ramadan herabgesandt worden ist (Sure 2,185). Im Gedenken an dieses Ereignis müssen nach islamischer Pflichtenlehre alle erwachsenen Männer und Frauen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken, auf Zigaretten und Parfüm, auf Intimität und nach Möglichkeit auch auf Medikamente verzichten. Über das Fasten hinaus sollen die Gläubigen unangemessenes Reden und unmoralisches Handeln jedweder Art vermeiden. Freundlichkeit, Großzügigkeit gegen die Armen und Versöhnungsbereitschaft sollen die Fastenzeit prägen.

Der Ramadan wird auch als eine Zeit der Prüfung betrachtet, in der der Gläubige sich als gehorsamer Diener Gottes erweisen kann, indem er das Fastengebot einhält. Den Ramadan absichtlich zu missachten, gilt als schwere Sünde. Von dieser Pflicht entbunden sind nur Kranke und Reisende, sowie Frauen während ihrer „Unreinheit“, Schwangerschaft und Stillzeit. Sie müssen jedoch die Fastentage später nachholen. Alte Menschen können zusätzliche Almosen spenden oder einen Verwandten bitten, stellvertretend für sie Fastentage zu leisten. Kinder sollen mit etwa sieben Jahren mit einem oder zwei Tagen Fasten beginnen, es in den kommenden Jahren auf eine Woche ausdehnen und mit Abschluss der Pubertät die vollen 30 Tage halten.

Viele Muslime studieren im Monat Ramadan den Koran oder doch zumindest einen Teil davon, besuchen die Moschee und hoffen auf Sündenvergebung, die insbesondere die Überlieferung verheißt. Besondere Bedeutung hat die Nacht vom 26. auf den 27. Ramadan, die „Nacht der Kraft“ oder die „Nacht der Macht“ (Sure 97,1). Diese Nacht gilt nach überwiegender Meinung als der wahrscheinlichste Zeitpunkt der Herabsendung des Korans innerhalb des Monats Ramadan und ist daher nach volkislamischer Auffassung besonders von „Heil und Segen“ erfüllt (Sure 97,5). Am Ende des Ramadan wird mit besonderen Speisen, Besuchen, Geschenken an die Armen und die Kinder das „Fest des Fastenbrechens“ gefeiert, das zweitgrößte Fest nach dem Opferfest, das an die Opferung von Abrahams Sohn erinnern soll.

Gebetsanliegen

Während des Ramadan beten Christen verschiedener Konfessionen in vielen Ländern der Erde mit Hilfe dieses Gebetsheftes für Muslime in ihrer Nachbarschaft, in Europa und weltweit. Muslime glauben an Allah als ihren Schöpfer und Richter, der sie am Ende der Tage für alles Tun zur Verantwortung ziehen wird. Weil Allah allmächtig und in seiner Herrschaft und Macht unbeschränkt und absolut frei ist, bleibt es für jeden Menschen bis zu seinem Tod ungewiss, ob Allah ihn aufgrund genügend guter Werke erretten oder zur Hölle verurteilen wird.

Die meisten Muslime, von denen wir Ihnen in diesem Heft einige Gruppen vorstellen möchten, haben noch nichts vom Evangelium von Jesus Christus gehört, der jedem Menschen Gewissheit der Errettung und Sündenvergebung schenken möchte. Gott kann Türen öffnen und Wege ebnen, damit Muslime Gott nicht nur als ihren Schöpfer und Herrn, sondern auch als ihren Erlöser und Fürsprecher beim Vater kennen lernen.

Dr. Christine Schirrmacher
“Arbeitsgemeinschaft Islam” der Deutschen Evangelischen Allianz

Die Gebetsaktion “30 Tage Gebet für die islamische Welt” bestellen bei CZH oder online bestellen von die Evangelische Alliance Online

Quelle: 30 Tage Gebet für die islamische Welt

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